Aktenkoffer Ferdinand

Bewegte Vorgeschichte und große Zukunft.

Von der Vision zum ersten Modell

Wie so oft in der Geschichte erfolgreicher Produkte stand am Anfang ein Visionär mit einer Idee: Norbert Schulz, Taschnermeister und Inhaber einer erfolgreichen Lederwarenmanufaktur hatte den Wunsch einen Koffer zu konzipieren, dessen Hauptteil aus einem durchgehenden Lederteil besteht und dessen Mechanik dabei ein stabiles Öffnen und solide Stand-Eigenschaften zulässt.

Durch seine langjährige Erfahrung im Bereich der Kofferproduktion gelang es ihm ein Modell zu entwickeln, das seinen Ansprüchen entsprach: Der Schulzkoffer war – vorerst nur auf dem Papier – entstanden.

In der geschichtsträchtigen Werkstatt in der Engerthstraße 152 in Wien entstanden erste Prototypen. Vom Erfolg dieser motiviert wurde an der Innenausstattung der Koffer weitergearbeitet. Das neuartige Grunddesign ermöglichte bei der Deckeleinrichtung neue Wege zu gehen: Bei keinem anderen Aktenkoffermodell ist es möglich in den Deckel so funktionale Fächer zu integrieren.

 

Die Idee wird zum fertigen Produkt

Die qualitätsverwöhnte Kundschaft der Lederwaren- und Koffermanufaktur war begeistert von dem neuen Produkt, der Ansturm auf den „Schulzkoffer“ enorm.

Die bis heute typisch gebliebene gerundete Deckel-Form und andere Details etablierten sich im laufe der Jahre. Viele Variationen des Koffers wurden hergestellt, die Grundidee blieb aber über alle Modelle und weiteren Jahre erhalten.

Der Schulzkoffer im Laufe der Zeit

Sukzessive und unaufhaltsam findet der Koffer immer mehr begeisterte Anhänger: Von Wien aus findet der Aktenkoffer auch im Ausland Anklang. Bestellungen aus aller Welt treffen in der mittlerweile legendären Taschnerei in Wien ein.

1997 wird die Kofferproduktion – nach der Pensionierung Norbert Schulz`- an die Firma Thomas Hicker übergeben. Seither wird der Aktenkoffer in der Schanzstraße im 14. Bezirk hergestellt. Qualität, Modellpalette und Fertigungstechnik werden übernommen, die Kunden halten dem Produkt die Treue. Das Überleben des Schulzkoffers kann durch die Taschnerei Thomas Hicker gesichert werden.

 

Der Schulzkoffer heute

 

Im Jahr 2010 gelingt es Gertraud Wallmann ihre Geschäftstätigkeit in die Schanzstraße zu legen und die Traditionsnachfolge des Schulzkoffers anzutreten. Ausgebildet in der Firma Thomas Hicker durch Arbeiter der Firma Norbert Schulz ist sie prädestiniert für diese Aufgabe.

Mit den originalen Mustern und in traditioneller Fertigung wird seither der Schulzkoffer unter der Modellbezeichnung „Aktenkoffer Ferdinand“ hergestellt.